Der Rat möge beschließen:

Die Verwaltung der Stadt Münster wird beauftragt, das „Hauptausschusszimmer“ zukünftig unter der Bezeichnung „Hinterzimmer“ zu führen.

Begründung:

Zunächst einmal möchte die Ratsgruppe feststellen, dass es bei diesem Antrag nicht darum geht den Hauptausschuss als Namensgeber des Raums in irgendeiner Form zu diskreditieren!

Der Argumente für die Umbenennung sind hauptsächlich dreierlei:

  1. Die Praxis, den Hauptausschuss im Rathausfestsaal vor den Sitzungen des Rates tagen zu lassen, hat sich bewährt. Wenn überhaupt finden nur wenige Sitzungen des besagten Ausschusses noch im Hauptausschusszimmer statt.
  2. Die Bürger unserer Stadt gehen ohnehin davon aus, dass auch in Münster die wichtigen Entscheidungen im Hinterzimmer fallen. Es wäre also nur konsequent, wenn dieser von den großen Ausschüssen häufig genutzte Raum unter eben diesem Titel geführt würde.
  3. Die aktuelle Bezeichnung „Hauptausschuss“ wird dem historischen Kontext nicht gerecht, während es das sprichwörtliche „Hinterzimmer“ schon immer gegeben hat.

Allgemein, so hoffen wir, würde ein offen geführtes „Hinterzimmer“ nicht zuletzt wegen der Sitzreihen für Zuschauer als Zeichen für gelebte Transparenz von den Bürgern unserer Stadt verstanden werden.

Und, nur für den Fall:

Der Umstand, dass die CDU-Fraktion diesen Raum für ihre Fraktionssitzungen nutzt, darf keinesfalls als Argument gegen die Umbenennung herangezogen werden!

Gez.
Johannes Schmanck
Franz Pohlmann

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