Der Rat der Stadt Münster sieht den drohenden Kollaps bei wachsenden Funktionsstörungen der Verkehrsinfrastruktur und stellt sich den Herausforderungen einer Verkehrswende.

Daher beschließt der Rat:

  • Die Verwaltung erörtert mit der Schifffahrtsverwaltung die Voraussetzungen und Bedingungen, unter denen unmittelbar neben der neuen Brücke der Wolbecker Straße über den Dortmund Ems Kanal eine weitere Brücke für den Rad- und Busverkehr errichtet werden könnte.
  • Die Verwaltung wird beauftragt, eine Kostenkalkulation des Baues einer solchen Brücke zu erstellen. Die Mindestanforderung ist eine zusätzliche Brücke mit einer Bus- und Radspur stadteinwärts inkl. Rampen von der Verfürthstraße (Institut der Feuerwehr) bis zur Ampelanlage Andreas-Hofer-Straße. Zu berücksichtigen dabei ist die veränderte Aufteilung der Verkehrsfläche auf der bereits geplanten Brücke.
  • Die Verwaltung prüft die Möglichkeiten, auf Förderprogramme zurückzugreifen.

Begründung:

Als die Stadt Münster dem Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals mit der Erneuerung der Brückenbauwerke in der nun vorgesehenen Form zustimmte, war die dynamische Entwicklung Münsters noch nicht absehbar.

Inzwischen ist klar, dass die von der Schifffahrtsverwaltung geplante Brücke der Wolbecker Straße über den Dortmund-Ems-Kanal den Bedarfen der wachsenden Stadt und des erklärten Ziels der Verkehrswende keinesfalls gerecht werden kann.

Die Gelegenheit für die Stadt Münster, durch den Bau einer zusätzlichen Brücke unmittelbar neben dem Neubau, die Situation wesentlich zu verbessern, ist einmalig: Auf beiden Seiten des Kanals werden im Zuge des Neubaus der Brücke neue Rampen und Widerlager parallel zur heutigen Straßenführung errichtet. Diese neue Brücke wird später an die alte Stelle verschoben, so dass die verbleibenden Rampen nicht, wie vorgesehen, zurückgebaut werden müssten, sondern die neue von der Stadt zu bauende Brücke für den Rad- und Busverkehr aufnehmen könnten.

Gez.

Johannes Schmanck
Franz Pohlmann

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