Trotz massiver Forderungen seitens der Tierschutzverbände, des Jagdverbandes, des Veterinäramtes und weiter Teile der Politik ist in Sachen Katzenkastration nach wie vor nichts geschehen. Deshalb bringt die Ratsgruppe ihren Antrag vom Herbst 2015 erneut ein.

Einführung einer Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierpflicht für Freigänger-Katzen

Katzen sind domestizierte Haustiere, für die der Mensch die Verantwortung trägt. Herrenlose, frei lebende Katzen (in aller Regel verwilderte Hauskatzen) stammen letztendlich alle von Katzen ab, die sich in der Obhut des Menschen befunden haben und deren Fortpflanzung nicht kontrolliert wurde.

Die Katze ist zu einem beliebten Heimtier geworden und hat lange dem Hund den Rang abgelaufen. Sie ist leicht zu beschaffen. In aller Regel werden sie unentgeltlich verschenkt. Bei der Abgabe des Katzennachwuchses wird sehr oft nicht auf Zuverlässigkeit des künftigen Katzenhalters Wert gelegt. Die Jungtiere müssen zügig aus dem Haus weil der nächste Wurf bereits ansteht. Für die Welpen, für die kein Abnehmer gefunden wurde oder man sich erst gar nicht um eine Vermittlung bemüht hat, werden auf die Straße gesetzt. Haben sie Glück, werden sie Tierheimen überantwortet. Anderenfalls gehen sie den Weg, der letztendlich in die Verelendung und zum frühen Tod führt.

Unkastrierte Katzen können sich zwei bis dreimal im Jahr fortpflanzen. Die Anzahl Jungen pro Wurf liegt ungefähr zwischen drei bis fünf Welpen. Das Schicksal dieser Tiere ist ungewiss. Wenn diese Tiere nicht an einer Futterstelle versorgt werden, gehen diese Tiere in aller Regel wegen Unterversorgung und Krankheiten leidvoll ein. Die zum Teil große Anzahl frei lebender Katzen stellt die Kommunen und auch die Tierschutzvereine vor große Probleme. Die Kommunen sind zum Tierschutz und zur Gefahrenabwehr verpflichtet. Das unkontrollierte Anwachsen der Populationen kann zu Gefahren im Straßenverkehr führen.

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