Ob nun gerichtlich festgestellte Falschinformationen seitens der Verwaltung vorsätzlich oder versehentlich begangen wurden, spielt für die Ratsgruppe nur eine untergeordnete Rolle.
Dass dieses eklatante Fehlverhalten aber frei von Konsequenzen bleiben soll, das wollen die Ratsherren Schmanck und Pohlmann nicht hinnehmen.
Glücklicherweise ist dieses rechtzeitig aufgedeckt worden und man ist geneigt die Kirche im Dorf zu lassen, denn nicht nur der oder die Urheber selbst tragen die Verantwortung, sondern auch jene die besseren Wissens geschwiegen haben.
Müßig bleibt es festzustellen, wer in Verwaltung und vielleicht sogar Politik über das Fehlverhalten informiert war und wer nicht.
Da es jedoch keinen Anlass zu der Annahme gibt, dass in der Verwaltung der Schwanz mit den Hund wedelt, sehen wir das Amt des Stadtdirektors als oberstem Stadtplaner beschädigt.
Eine Bestätigung Hartwig Schultheiß‘ für weitere 8 Jahre in diesem Amt durch den Rat der Stadt hält die Ratsgruppe daher für undenkbar, auch im Zusammenhang mit früheren dubiosen Vorgehensweisen des Stadtdirektors.
Sollte die neue Koalition aus Grünen und CDU zu einer anderen Entscheidung gelangen – das wäre dann allerdings wirklich ein Skandal.
Zum Wohle der Stadt Münster – wie es bei der Verpflichtung der Ratsleute im Wortlaut heißt – sollte Herr Schultheiß daher auf eine weitere Amtsperiode als Beigeordneter der Stadt verzichten.

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